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Reif für die Insel

Nach den letzten Monaten bin ich mehr als Reif für einen ausgedehnten Urlaub… eigentlich kann ich mir im Moment kaum vorstellen wie das die nächsten Tage sein wird, freue mich einfach nur darauf mal wieder etwas anderes zu sehen, gänzlich andere Luft zu atmen und dem Stress Festland-Europas zu entgehen.

Heute morgen ging es erstmal gegen 5 Uhr aus dem Bett, gegen 6 aus dem Haus, eine mitreisende Freundin noch schnell mitsamt Gepäck ins Auto gequetscht und ab nach Düsseldorf. „Dank“ GdL Streik sahen wir uns genötigt so früh aufzubrechen und gemessen daran, dass wir trotzdem „nur“ gemütlich zu unserem Flug – der um 10:55 Uhr abheben sollte – kamen, war dies die Beste Entscheidung die wir treffen konnten.

Unglücklicherweise führte uns der Weg zum Flughafen auch noch direkt an meinem Arbeitsplatz vorbei und in Kombination mit der Reaktion meines Verdauungstraktes auf das Mahl von gestern Abend und einer leichten Nervosität die sich bei mir immer vor dem Fliegen einstellt, hatte ich mit einem ziemlichen Unwohlsein zu kämpfen. Als wir den Flughafen erreichten hatte ich gar mehrfach den Gedanken dringend einen Arzt aufsuchen zu müssen, was unseren Abflug natürlich in Frage gestellt hätte – zum Glück konnte ich aber noch vor dem Security Check endlich etwas Erleichterung finden und so kamen wir relativ pünktlich mit dem Flieger los.

“Relativ pünktlich” weil die Gesellschaft unserer Wahl – TUIFly – wohl aus Spargründen den Flieger auf dem Vorfeld geparkt hatte und so die gesamte Touristenladung erst einmal mit Bussen hinüber gekarrt werden musste. Angesichts der Haribo Lackierung unserer Boeing 737-800 war schnell gute Laune bei den mitreisenden Kindern im Bus ausgebrochen, und die kleine Tüte Gummibärchen die beim Einstieg jeden erwartete war nun auch das mindeste was mein Erwachsenenhirn von mir forderte – interessant wie man die Wirkung von Werbereizen an sich selbst erfahren kann.

Nach einer gefühlten Ewigkeit waren wir dann auch endlich gegen 11:15 auf Platz 1 der auf die Startfreigabe wartenden Fulgzeuge gerollt. Dank Gegenwindes erwarteten uns nun ca. 5 1/2 Studen Flug, angesichts derer ich noch dankbarer war die extra Euros für Plätze mit mehr Beinfreiheit ausgegebn zu haben. Etwas enttäsucht stellte ich allerdings fest das man hier auch Premium Economy hätte buchen können – freibleibender Mittelsitz und einige andere Extras – das hatte ich bei der Buchung nicht auswählen können 🙁

 

La Gomera - unter Wolken
La Gomera – unter Wolken

Für etwas Kurzweil sorgte dann auch noch die Diskussion mit dem Bordpersonal über die ihnen nicht bekannte Buchung eines „Standard Meal“ für jeden von uns – laut meinen Unterlagen standen uns nun 2 Freigetränke (statt einem) sowie der für “Perfect Tarif“-Kunden übliche Snack und besagtes „Standard Meal“ zu.
An Bord von TUIFlyDie Flugbegleiterin sprach angesichts unserer Voucher also zunächst mehrfach mit ihren Kolleginnen und holte – nachdem ich die Buchungsunterlagen herausgekramt hatte – dann irgendwann die Purserette. Auch diese Dame starrte zunächst nur konstaniert unsere Buchungsunterlagen an. Ich erklärte ihr nochmals was ich da gebucht hatte und sie entschied dann das der Snack sowie das Standard Meal ein und das selbe seien, wir also je 2 Tabletts erhalten würden – nicht ganz das was ich bei der Buchung erwartet hatte aber der Situation entsprechend gehandelt – fand’ ich gut!

 

Der Rest des Fluges ist schnell erzählt: butterweiche Landung aber scharfes Bremsmanöver in TFS, wiedermal ein gefühlter Kilometer an allen Gates vorbei zu den Gepäckbändern, Koffer suchen und…

… hinaus. WOW, SONNE, WARM!!!

Nun mussten wir noch ein wenig suchen und telefonieren bis die bestellte Taxifahrerin gefunden war, die uns dann aber schnell und sicher am Hafen von Los Cristianos absetzte. Hier kann man sein Gepäck auch schon Stunden vor Einlaufen der Fähre sein Gepäck praktischerweise in kleinen Anhängern mit Schliessfächern verstauen – das kostet zwar 1 € und zwingt einen bei der Ankunft am Zielhafen auf den Anhänger zu warten (je es gibt wohl Menschen die sich diese Zeit nicht „rauben“ lassen wollen), erspart aber jede Menge Pöngelei vor und während der Überfahrt.
Die restlichen 3 Stunden bis zum Ablegen verbrachte ich dank schmerzenden Fusses auf der Terasse der Hafencafeteria, während Frau und mitgereiste Freundin einen Strandspaziergang absolvierten.

Benchijigua Express - AchterdeckDie Überfahrt nach La Gomera verlief bei ruhger See ohne Probleme, unsere Fred Olsen – Fähre war jedoch zu spät los gekommen (wohl weil zu viele LKWs verladen werden mussten) und hatte somit kanpp 20Minuten Verpätungen. Da diese noch weiter bis La Palma fahren sollte machte das Personal jetzt noch während des Anlegemanövers einen ziemlichen Stress um die Touristenherde Richtung Ausgang zu drängen, obwohl die Gangway noch garnicht heruntergelassen wurde. Versteh’ mal einer diese Taktik!!

Am Hafen erwartet uns der Mietwagen, dessen Vermieter – wie irgendwie schon erwartet – garnichts von unserer Bitte NICHT zum Quartier begleitet zu werden mitbekommen hatte. Aufgrund mangelnder Spanischkenntnisse bei mir und dürftigen Engischkenntnissen bei ihm konnte ich ihn auch nicht davon abhalten, und so mussten wir den gut sortierten Supermarkt im Zentrum links liegen lassen und erstmal den ganzen Weg bis zum Quartier fahren. Das alles übrigens nur damit er mir unterwegs zeigen konnte wo ich am nächsten Tag für den Papierkram hin kommen soll 😀

Zum Glück fand sich gegenüber dem Quartier dann doch noch ein kleiner Spar-Markt, den die Damen plündern gingen während ich die Formalitäten mit dem Vermieter unseres Feriendomizils klärte.

Puh… es ist nach 21 Uhr – der Tag ist gelaufen – wir glücklich aber ganz schön im Eimer – ab ins Bett 🙂

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