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Unser Wasser ist keine Ware ?!

Also bitte… mal ehrlich, Wasser, insbesondere Trinkwasser soll keine Ware sein? Wann war es denn je etwas anderes?

Selbst als vermutlich noch keine verbale Kommunikation stattfand war die Kontrolle über das Wasser immer ein Zeichen von Macht. Und diese Kontrolle wurde bis aufs Blut verteidigt, spätestens wenn die Vorräte knapp wurden. Aber nicht nur dann, auch wenn man damit Ziele erreichen wollte, z.B. dass Rivalen sich unterwerfen oder weiterziehen. Ja, das Geld ist eine sehr junge Erfindung, der Handel und damit auch die Betrachtung von Wasser als Ware nicht.

Jetzt hör’ ich sie schon wieder schreien… so kann man das doch nicht vergleichen! Ok, gern, schauen wir in die jüngere Vergangenheit. Trinkwasser ist knapp in vielen Regionen der Erde, in manchen ist dies ein natürlicher Vorgang, in anderen ist der Mangel künstlich entstanden. In jedem Fall lässt sich mit dem Mangel Geld verdienen. Man denke nur an die Trinkwassertanker die zwischen dem Eurasien und Nord-Afrika kreuzen… und das sicherlich nicht aus Nächstenliebe. Oder die ach so selbstlosen Entwicklungshilfeorganisationen und -massnahmen.

Kontrolle über Wasser bedeutet Kontrolle über Menschen. Und wir haben es nicht nur geduldet, wir haben davon profitiert! Jede(r) einzelne von “uns” – der/die eigentlich nie erlebt hat was Wasserknappheit wirklich bedeutet. “Wir” – die wir uns schon in unserer Lebensqualität eingeschränkt fühlen wenn wir mal nicht warm und ausgiebig Duschen können.

Was “uns” nun stört ist das die Wasserlobby sich nicht mehr damit zufrieden gibt diejenigen auszubeuten die ohnehin schon arm dran sind. Sie wittern mehr, viel mehr!

Und sie werden es bekommen, wenn sich nicht eine breite Front dagegen stellt. Eine breite Front ist dabei aber keinesfalls eine Ansammlung von Internetaktivisten, Bürgerbewegungen und Opportunisten der Industrie- und Dienstleistungsstaaten. Dazu braucht es vor allem auch die Unterstützung derer, die nie ein Leben mit permanent und unbegrenzt verfügbarem Trinkwasser gekannt haben.

Ich sage: JA, der zunehmenden Konzentration von Macht über das Trinkwasser in Wirtschaftunternehmen MUSS Einhalt geboten werden, aber bitte mit ehrlichen Argumenten!

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