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Kurioses

Auf Stunk aus…

Heute hatte ich eine “nette” Begegnung an meiner Haus- und Hof-Tankstelle.

Ich hatte gerade meinen Golf an der LPG Zapfsäule abgestellt und bereitete den Wagen auf den Zapfvorgang vor (Tankstutzen anschrauben, Zapfhahn anschrauben, öffnen und verriegeln…), da kam ein älterer Herr mit seinem roten Mercedes SLK vom Hinterhof der Tankstelle angefahren und stellte fest, dass er nur sehr vorsichtig – oder durch Überfahren eines hohen Bordsteines – an meinem kleinen Golf vorbei käme. Zudem hatte er natürlich auch die Möglichkeit umzukehren und die Tankstelle in der anderen Richtung zum umfahren… nebenbei gesagt: ohnehin der einfachere Weg zur Ausfahrt.

Aber nein, es wurde erstmal kräftig auf die Hupe gedrückt! Als mich das nicht weiter kümmerte stieg er aus dem Wagen um mich mit den Worten “Sehen sie nicht das ich hier raus will…” zu begrüssen. Ich wies ihn auf die Möglichkeit hin einfach vorbei zu fahren oder den anderen Weg zu nehmen, ansonsten könne er aber gerne warten bis ich das Tanken beendet hätte. Seine dann folgenden Beschimpfungen möchte ich hier nicht wiedergeben.

Nach Abschluss des Tankvorgangs durfte ich feststellen, dass der Herr schon einen Weg gefunden hatte um meinen Wagen zu passieren (sogar ohne den Bordstein zu überfahren!), es sich nun aber im Abstand von 10 cm zu meiner Fahrertüre gemütlich machte… erst mal begab ich mich aber zur Abrechnung an die Kasse. Vielleicht würde er ja die Chance zur Gesichtswahrung nutzen und wegfahren.

Als ich wieder heraus kam hatte der Herr sich natürlich keinen Zentimeter bewegt, ich beschloss also es mir auf er gegenüberliegenden Seite meines Fahrzeuges gemütlich zu machen und tat dies dann auch kommentarlos – Notfalls könnte ich in der Tankstelle ja auch noch einen Kaffee trinken gehen.

Die ausbleibende Reaktion meinerseits erzürnte den Herrn so sehr, dass er nun sein Fenster öffnete und brüllte: “Ich kann hier noch den ganzen Tag stehen bleiben.”
Ich entgegnete: “Gern, viel Spass dabei! Im Gegensatz zu Ihnen komme ich auch relativ einfach an einen Kaffee.” Es folgten weitere Beschimpfungen, Motor aufheulen lassen und kurzes Anfahren – wohl als Demonstration der KFZ technischen Überlegenheit gedacht. Schliesslich ein weiterer Wortwechsel in dem ich als sturer Bock bezeichnet wurde und ich den Herrn im Gegenzug darauf hinwies, dass so viel Aufregung schlecht fürs Herz sein könnte.

Inzwischen war sein Mercedes SLK schon einige Schritte nach vorn “gehüpft”, so dass ich nun wieder recht gut an meine Fahrertüre kam – was ich prompt nutzte. Dies verleitete den Herrn bzw. seinen Wagen dann zu einem weiteren “Hüpfer”, dieses mal jedoch rückwärts in meine Richtung…

Die freundliche Nachfrage ob er eine Körperverletzung plane, und ob ich vorsichtshalber schon einmal die Polizei rufen sollte, brachte dann den “Erfolg”: Der Herr wollte mir nun an die Kehle, kam aber nicht durch sein Wagenfenster! Er musste also erst seinen SLK einige Meter vorwärts bewegen um dann selbst aussteigen zu können. Natürlich war ich in diesen wertvollen Sekunden längst auf meinem Fahrersitz und hatte das Fahrzeug von innen verriegelt.

Das weitere ist schnell erzählt… ich nutzte den Weg den der Herr schon von Anfang an hätte nutzen können, er kam mir an der Ausfahrt zuvor, musste aber unter dem Druck weiterer Autofahrer seine Blockade der Tankstellenausfahrt aufgeben. Auch sein Blockadeversuch an der nächsten Ampel wurde durch andere Autofahrer zunichte gemacht.

Ich bin inzwischen gemütlich nach Hause gefahren und denke mir meinen Teil. Ihr auch ?

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