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Nein, lasst mich lieber sterben!

Gerade lese ich auf Tagesschau.de die Schlagzeile: “Griechenland wird ausgeplündert”.

Auch wenn ich viele Standpunkte des dort befragten Elias Tsolakidis durchaus nachvollziehen kann, ist dieser Satz doch symptomatisch für meinen Eindruck von Griechenland (= Bevölkerung und die aus dem Volk gestellte Regierung).

Das Bild vor meinen Augen sieht so aus: Griechenland hat schwere Verletzungen erlitten, wenn sie nicht selbst zugefügt wurden so hat man dabei zumindest bereitwillig alle Körperteile hingehalten.
Der Notarzt (Europa) muss nun die Vakuummatratze anlegen um dem Verletzten überhaupt eine Überlebenschance zu geben, doch der wehrt sich: “Die Matratze zwickt und zwackt ja überall! Ich will weitermachen wie bisher!” und sagt damit indirekt “Nein, lasst mich lieber sterben!”. Doch der Notarzt hat einen Eid abgelegt, er kann und darf den Patienten nicht sterben lassen…

Dabei haben viele Griechen längst verstanden, dass sie das Problem nur selbst lösen können, wie eben Herr Tsolakidis!
Doch solange die persönliche Konsequenz daraus immer lautet “Die anderen (Griechen) sollen sparen!” und “Ich wurschtel mich inzwischen woanders durch…”, also so lange wie diejenigen die die Macht (=Arbeit/Energie/Wirtschafts und Konsumkraft) für Veränderungen haben sich raus tun weil es ja soooo weh tut, wird sich nichts verändern!

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